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Ratgeber Akne
Was ist Akne?

Akne geht mit Hautveränderungen wie Mitessern, Papeln, Pusteln oder Knoten einher. Sie ist nicht ansteckend und tritt in der Regel im Bereich des Gesichts sowie der Brust-, Schulter- oder Rückenpartie auf. Das liegt daran, dass sich in diesen Bereichen viele Talgdrüsen befinden. Akne hat verschiedene Erscheinungsformen, die sich nach dem Lebensalter, dem Schweregrad und der Ursache unterscheiden. Bei der Ursache unterteilt man in endogene (Ursache im Körper) und exogene (Ursache außerhalb des Körpers) Faktoren. Eine Form der Akne, die sich keiner dieser Kategorien zuteilen lässt, ist die Acne inversa, die u. a. mit einer Entzündung der Talgdrüsen einhergeht.

Die Entstehung von Akne ist in einer vermehrten Talgproduktion begründet. Die dadurch entstehenden Ansammlungen von Hornmaterial und Talg bezeichnet man als Mitesser, sog. Komedone. Man unterscheidet zwischen offenen, schwarzen und geschlossenen, weißen Komedonen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann es zu einer Aktivierung des Immunsystems durch Botenstoffe kommen, was eine Entzündungsreaktionen zur Folge haben kann. Neben dem genetischen Aspekt, können auch Bakterien sowie psychische und hormonelle Faktoren eine Rolle bei der Entstehung von Akne spielen. Äußerliche Faktoren, die die Entstehung von Akne begünstigen können, sind z. B. Kosmetika, Medikamente oder physikalische Strahlen.

Diagnose Akne

Die Diagnose von Akne beginnt meist mit einem ausführlichen Arzt-Patienten-Gespräch. Der Arzt wird sich in der Regel u. a. nach der Krankheitsvorgeschichte, den Lebensumständen, Symptomen und Beginn der Akne, möglichen Allergien sowie der Hautpflege erkundigen. Darauf folgt in der Regel die körperliche Untersuchung, bei der der Arzt die Haut des Patienten begutachtet und andere Hauterkrankungen als Ursache ausschließt. Besteht der Verdacht auf Akne, kann ein Abstrich der Haut genommen werden und untersucht werden, um welche Bakterien es sich handelt. Um die Ursache der Akne herauszufinden, können ggf. verschiedene Test durchgeführt werden, z. B. Blut- oder Allergietests.

Therapie Akne

Die Therapie von Akne orientiert sich am Alter und Hauttyp des Betroffenen. Ebenso werden Ursachen, Schweregrad und der Verlauf miteinbezogen. Bei der Therapie von Akne werden in der Regel Medikamente eingesetzt, die entweder im ganzen Körper, nur an der betroffenen Stelle oder örtlich wirken. Es kann auch eine Kombination dieser Medikamente infrage kommen. Eine weitere Option ist die Anwendung von Fruchtsäure, Salicylsäure oder Vitamin-A-Säure auf der Haut. Helfen diese Behandlungsmethoden dem Betroffenen nicht, können z. B. örtlich angewendete Salben oder Gele auf die Haut aufgetragen werden. Zu einem Einsatz von Antibiotika kommt es in der Regel bei einer Entzündungsreaktion.

Was ist Akne?

Mit dem Begriff „Akne“ werden entzündliche Hautveränderungen bezeichnet, die aufgrund einer Erkrankung der Talgdrüsenfollikel entstehen. Zum Erscheinungsbild von Akne können Mitesser (Komedonen), Papeln (rote Knötchen), Pusteln (Eiterpickel) und größere Knoten gehören. Insbesondere Teenager in der Pubertät und Heranwachsende leiden oft unter fettiger Haut und unterschiedlich stark ausgeprägter Akne (70–87 %). Die weltweit häufigste Erkrankung der Haut ist nicht ansteckend und kein Problem mangelnder Hygiene.

Die Akne-Effloreszenzen („Aufblühen“ der Haut) sind vorwiegend dort lokalisiert, wo Körperregionen mit vielen Talgdrüsen ausgestattet sind. Betroffen von Akne sind daher vornehmlich das Gesicht (insbesondere Stirn, Nase, der Bereich zwischen Nase und Lippen, die Wangen, der Jochbein- und der Unterkieferbereich sowie Kieferwinkel und Kinn) sowie Brust, Schultern und Rücken.

Die verschiedenen Formen der Akne

Nach dem Lebensalter der Betroffenen bezeichnet z. B. der Begriff Acne neonatorum die Akne bei Neugeborenen; Acne infantum wird die Akne vor der Pubertät genannt; Acne juvenilis ist die Akne bei Jugendlichen und Heranwachsenden und Acne adultorum bezeichnet die Akne bei Erwachsenen. Acne tarda (Spätakne) heißt eine Form der Akne, die nach dem 25. Lebensjahr oder später auftritt.

Nach Schweregrad unterscheidet man: Acne comedonica (Komedonen treten auf, also Mitesser/Talganhäufungen in den Ausführungsgängen der Talgdrüsen, leicht entzündete Knötchen, sog. Papeln, zeigen sich, es droht keine Narbenbildung); Acne papulo-pustulosa (viele Papeln und Pusteln, also Eiterbläschen, treten auf, Narbenbildung droht); Acne conglobata (schwerere Akneform, neben Papeln und Pusteln treten auch Fistelkomedonen, die durch Gangsysteme verbunden sind, und Knoten auf, Vernarbungen sind beinahe zwangsläufig); Acne fulminans (auch: Acne maligna, vergleichbar mit Acne conglobata, zusätzliche Symptome: neben Fieber z. T. auch Gelenkentzündungen sowie Leukozytose).

Nach den Ursachen unterscheidet man verschiedene andere Formen der Akne. Hierzu gehört z. B. die Gruppe der endogenen Akneformen, deren Ursachen im Körper lokalisiert sind (hierzu zählt z. B. die Acne vulgaris, also die gewöhnliche Akne, häufig verursacht durch Stoffwechsel-/Hormonumstellungen in der Pubertät, kann aber auch im Erwachsenenalter z. B. als Symptom von Stoffwechselstörungen auftreten). Unter der androgenetischen Akne leiden manche Frauen z. B. nach einer Geburt oder nach Absetzen der Pille aufgrund der Hormonumstellungen. Die sog. Acne excoriée de jeune fille (auch: Acne arteficialis, „Knibbelakne“), zeigt sich bei i. d. R. bei jungen Frauen, die an jeder Hautveränderung in krankhafter Weise kratzen, drücken oder anderweitig manipulieren. Meist liegt ein behandlungsbedürftiges psychisches Problem vor.

Bei exogenen Formen der Akne liegen Ursachen der Erkrankung außerhalb des Körpers. Typische exogene Form ist z. B. die Acne aestivalis („Mallorca-Akne“): Sie tritt auf nach Sonnenbestrahlung. Auslöser sind vermutlich UV-induzierte chemische Reaktionen zwischen freien Radikalen und Lipiden (z. B. aus Kosmetika, Sonnencreme oder Talg), durch die entzündungsfördernde Stoffe entstehen. Die Acne cosmetica hingegen kann nach dem Auftragen von komedogenen (Mitesser auslösenden) Kosmetika, die Acne medicamentosa nach der Einnahme bestimmter Medikamente oder aber bei hohen Dosierungen von bestimmten Vitaminen (B6, B12, D2) auftreten. Unter dem Begriff Acne venenata (Kontaktakne) fasst man z. B. Akneformen wie Chlor-, Öl- oder Teerakne zusammen.

Eine andere, diesen Gruppen nicht zuzuordnende Form der Akne ist die Acne inversa. Sie zeichnet sich aus durch Entzündung von Talgdrüsen und Haarfollikeln, häufig z. B. in Achselhöhlen oder der Gesäßfalte. Die Ursachen sind unklar, Rauchen scheint als exogener Faktor eine Rolle zu spielen.

Anke Tennemann

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